02.02.2018

Immer mehr digitale Krankschreibungen

Wie die Techniker Krankenkasse (TK) mitteilt, gehen immer mehr Krankschreibungen auf elektronischem Weg ein. Im Januar wurde nun im Rahmen eines Pilotprojekts die Marke von 10.000 geknackt. Seit Oktober können Ärzte auf Wunsch der TK-Versicherten den gelben Schein direkt in der Praxis per Mausklick an die Krankenkasse schicken.

Das Pilotprojekt zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) lief zunächst in Schleswig-Holstein an und wird mittlerweile von rund 360 Ärzten genutzt. Da sich die eAU dort innerhalb weniger Monate etablierte, sollen nun weitere Bundesländer folgen. In Kürze wird die eAU auch in Hamburg an den Start gehen. Bisher muss ein Arzt die Krankschreibung drei Mal ausdrucken. Ein Exemplar leitet der Patient an die Krankenkasse weiter, ein Ausdruck ist für den Arbeitgeber, ein Papier für die eigenen Unterlagen. Bei 75 Millionen Krankschreibungen im vergangenen Jahr könnten durch die eAU zukünftig insgesamt 225 Millionen bedruckte Blätter in Deutschlands Arztpraxen eingespart werden.

Mehr als zwei Drittel der Deutschen sehen eHealth positiv

"Der Erfolg der eAU zeigt, dass sich digitale Produkte im Gesundheitswesen schnell durchsetzen können, wenn sie praktikabel sind und den Alltag der Menschen vereinfachen", sagt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der TK, Thomas Ballast, der in der TK unter anderem die Versorgungsbereiche verantwortet. "Wir sehen, dass sowohl Patienten als auch Ärzte digitalen Services gegenüber aufgeschlossen sind." Zwei Drittel der Bevölkerung erhoffen sich von der zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitsbereich, dass Behandlungsabläufe effizienter und kostengünstiger abgewickelt werden, wie der TK-Meinungspuls 2017 belegt.

Die Zahlen stammen aus dem TK-Meinungspuls 2017 und der #SmartHealth-Studie 2016.

(TK / STB Web)