19.09.2017

Auch Kleinstbetriebe sind innovativ

Für Kleinstbetriebe ist es deutlich risikobehafteter, in Innovationen zu investieren. Tun sie es aber dennoch, so eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, sind sie in ähnlichem Maße wie größere Betriebe in der Lage, dadurch ihre Arbeitsproduktivität zu steigern.

Wenn Betriebe weniger als zehn Beschäftigte haben, heißt das nicht, dass sie nicht innovativ sind. So wagen von diesen Betrieben 63 Prozent die Einführung von Neuerungen, bei den mittleren Betrieben mit 50 bis 249 Beschäftigten sind es 78 Prozent. Generell steigt die Innovationskraft von Betrieben im verarbeitenden Gewerbe und in den wissensintensiven Dienstleistungen mit der Zahl ihrer Beschäftigten, so eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Arbeitsproduktivität steigt

Für kleinste und kleine Betriebe ist es deutlich risikobehafteter und finanziell schwerer zu verkraften, in Innovationen zu investieren, denn sie müssen dafür meist einen größeren Anteil ihres Gesamtbudgets einbringen. Tun sie es aber dennoch, das macht die Studie deutlich, sind sie in ähnlichem Maße wie größere Betriebe in der Lage, dadurch ihre Arbeitsproduktivität zu steigern. Im Unterschied zu größeren Betrieben gelinge das überproportional vielen Kleinstbetrieben aber, ohne dass sie dafür formal Mittel in betriebsinterne Forschungsaktivitäten gesteckt haben, so die Autoren.

Eher Produkt- als Prozessinnovationen

Meist entwickeln Kleinstbetriebe - ähnlich wie kleine und mittlere Betriebe - neue oder bessere Produkte und Dienstleistungen, seltener werden bessere Produktionsprozesse angestoßen.

Ein Großteil der Unternehmen in Deutschland gehört zu den Kleinstunternehmen (82 Prozent), unter den wissensintensiven Dienstleistungen sind es sogar 90 Prozent. Knapp 20 Prozent der Beschäftigten sind in Betrieben dieser Größenordnung tätig.

(DIW / STB Web)