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Vermögensteuer – „Schweizer Modell“ ist kein Vergleichsmaßstab

07. Oktober 2019 /

Die SPD hat Pläne zur Wiedereinführung einer Vermögensteuer für Privatpersonen und Unternehmen vorgelegt. Das angedachte Steuersystem orientiert sich dabei an der Schweiz. WW+KN-Geschäftsführer und Steuerberater Matthias Winkler erklärt, weshalb das „Schweizer Modell“ nicht zum Vergleich taugt und welche Risiken die Vermögensteuer für den Wirtschaftsstandort Deutschland haben kann.

Insgesamt fällt die steuerliche Belastung in der Alpenrepublik deutlich geringer aus. Zum einen liegt die Vermögensteuer in der Schweiz bei 0,20 Promille bis 1 Prozent. Die SPD hingegen plant einen Steuersatz von 1 bis sogar 2 Prozent. Außerdem betragen Unternehmenssteuern weniger als 20 Prozent im Vergleich zum deutschen Satz von bis zu 30 Prozent. Des Weiteren müssen Schweizer Bürger bei der Übertragung von Vermögen zwischen Angehörigen keine oder nur eine geringe Erbschaftsteuer zahlen – in Deutschland liegt diese bei bis zu 30 Prozent.

Negative Folgen für Wirtschaftsstandort Deutschland

Matthias Winkler betrachtet die Pläne zur Wiedereinführung der Vermögensteuer als Risikofaktor für Deutschland. „Eine mögliche Folge sind weniger Investitionen in Deutschland“, so der Geschäftsführer und Steuerberater von WW+KN. Eine Umschichtung von Immobilienvermögen in Liquidität ist ebenso zu erwarten. Weniger Investitionen in Immobilien, dafür mehr Investitionen in Kapitalanlagen könnte die Erhebung der Vermögensteuer ebenso nach sich ziehen. „Zudem steigt der Renditedruck für die deutschen Unternehmen, um die Vermögensteuer zu erwirtschaften“, unterstreicht Matthias Winkler sein klares Nein zur Vermögensteuer.